Internet in Japan

Während das Internet in den USA relativ schnell seinen Durchbruch feierte, gab es in Japan anfangs durchaus Vorbehalten gegen die neue Informationstechnologie. Die Japaner sind seit jeher der Meinung, dass Hardware wichtiger für einen Computer ist als Software und die Gesellschaft galt lange Zeit als recht unkommunikativ. Dies hat sich mittlerweile jedoch geändert, denn das Internet ist in Japan angekommen und setzt auch dort seinen Siegeszug fort, nachdem auch die japanische Schrift mittlerweile keine technischen Schwierigkeiten mehr bereitet.

Die DSL Technologie ist auch in Japan weit verbreitet

In Japan haben mittlerweile weit über 20 Millionen Menschen einen DSL Anschluss und können damit das Internet über eine wirklich schnelle Breitbandverbindung mit bis zu 50 Mbit/Sekunde nutzen, um auch Live-Streams und andere datenaufwendige Services im Internet in Anspruch nehmen zu können. Bekannte Internetanbieter in Japan sind Softbank und NTT, wobei sich letzter in NTT West und NTT East unterteilt. Im Bereich der DSL Tarife stellt mittlerweile auch eine Flatrate nichts Ungewöhnliches mehr dar. Natürlich ist auch die Entwicklung von UMTS nicht spurlos an Japan vorbeigegangen, denn auch diese Technologie wird mittlerweile für mobile Internetanschlüsse zur Verfügung gestellt.

Die meisten Webseiten weltweit sind in Japanisch verfasst

Eine bemerkenswerte Erkenntnis über das Internet zeigt auf, dass Japanisch die Sprache ist, in der mittlerweile die meisten Webseiten überhaupt verfasst werden. Englisch landet dabei überraschenderweise nur auf dem zweiten Platz und Deutsch muss sich mit Platz 3 begnügen. Dies zeigt ganz klar, dass das Internet mittlerweile auch in Japan zu einem Medium geworden ist, welches alltäglich genutzt wird und sich stetig vergrößert, um Informationen und Unterhaltung zur Verfügung stellen zu können. Eine Zensur des Internets ist in Japan glücklicherweise kein Thema.